„Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“ – Alexander von Humboldt

Treffender hätte der diesjährige Schüleraustausch zwischen der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule, dem Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern und ihren französischen Partnerschulen kaum beginnen können. Vom 8. bis 15. Juni waren rund 40 Schülerinnen und Schüler der Collèges Jean Rostand in Argentan und André Malraux in Trun mit ihren Lehrkräften zu Gast in Ebern. Bereits im Frühjahr hatten die deutschen Jugendlichen ihre Austauschpartner in der Normandie besucht.

Herzlich empfangen wurde die französische Delegation von der neuen Bürgermeisterin Frau Zimmer. Nach einer Führung durch die historische Eberner Altstadt wartete als süße Belohnung ein Eis.

Die Woche bot viele gemeinsame Erlebnisse: Ausflüge nach Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber, Coburg, Zeil am Main und zum Baumwipfelpfad im Steigerwald standen ebenso auf dem Programm wie Unterrichtsbesuche an beiden Eberner Schulen. Am Wochenende begegnete man auf dem Fest zum Jubiläum der Fußballabteilung immer wieder deutschen und französischen Jugendlichen, die gemeinsam mit ihren Austauschpartnern das bunte Treiben genossen.

Zum Abschied brachte Yannick Lerouxel, Deutschlehrer am Collège Jean Rostand, die Bedeutung des Austauschs auf den Punkt. Angesichts des aktuellen Weltgeschehens sei es wichtiger denn je, dass Menschen verschiedener Nationen einander mit Respekt begegnen und sich verstehen. „Wir sind das beste Beispiel dafür, dass es funktioniert.“

Eine Woche voller Begegnungen, Gastfreundschaft und neuer Freundschaften ging damit zu Ende – und hinterließ die Gewissheit, dass Europa dort beginnt, wo Menschen offen aufeinander zugehen.

Text: Heidi Hauguth; Fotos: Anja Kilian

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Yannick Lerouxel, Deutschlehrer am Collège Jean Rostand in Argentan und Lehrerin Heidi Hauguth begrüßten zum großen Abschiedsfest mit riesigem Buffet in der Mensa des Gymnasiums: Alle am Austausch beteiligten Schülerinnen und Schüler, deren Lehrkräfte und Gastfamilien waren eingeladen.

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